Lactoseintoleranz – eine unangenehme Körperreaktion
Bei der Lactose-Intoleranz handelt es sich nicht um eine allergische Reaktion des Körpers und sie ist auch keine Krankheit !
Bei uns in Mitteleuropa spielt die Lactoseintoleranz hauptsächlich eine Rolle, weil hier kulturell häufiger Milchprodukte verzehrt werden und weil bei vielen Nahrungsmitteln noch Milchzucker extra hinzugefügt wird.
Bedingt ist die Lactoseintoleranz dabei meist von einem relativen Mangel am spaltenden Enzym Lactase. Die ungespaltene Lactose kommt deshalb in tieferliegende Darmbereiche, in denen die Bakterien die Lactose in Milchsäure, Essigsäure, Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff abbauen.
Die Säurebildung und der wasserbindende Charakter der Lactose fördert so die verstärkte Darmbewegung, die Blähung und den Durchfall. Die Gasbildung führt zu Druckschmerzen, ausserdem können die Gase auch bis ins Blutgefäßsystem gelangen. Die Darmflora ist gestört und Kolibakterien vermehren sich verstärkt.
Die Bakterienflora ist wichtig als Barrierefunktion gegen Abbauprodukte und Giftstoffe im Darm. Es können Organe wie Leber und Niere belastet werden, was zu Kopfschmerz oder Gelenkbeschwerden führen kann.
Ich habe die einzelnen Themen in den weiterführenden Links unten weiterbehandelt. Wenn noch einzelne Fragen sind, bitte gerne in den Kommentaren stellen. Im Laufe der Zeit kann so eine entsprechende Aufklärung über die hier weiter als gedacht verbreiteten Lactose-Intoleranz erfolgen.
Definitionen: Lactose = Milchzucker ; Lactase = Milchzucker spaltendes Enzym
Lactosegehalt von Milchprodukten
Präparate bei LactoseIntoleranz
In der Medizin gibt es mehrere Untersuchungs möglichkeiten auf Lactoseintoleranz:
- Der Blutzuckertest mit Laktosetoleranztest: Dieser Test kann beim Diabetiker schlecht durchgeführt werden, da es zu falsch-negativen Ergebnissen kommen kann. Bei dieser Untersuchung wird vor und mehrmals nach der Gabe von einer bestimmten Menge an Milchzucker/Laktose der Blutzucker gemessen. Es wird also indirekt die Aktivität des Enzyms Lactase überprüft, weil sich Ja die Lactose in Glukose und Galaktose spaltet. Die Glukose wird über den Glukosewert, besser bekannt als den Blutzuckerwert, gemessen. Steigt der Blutzucker nicht mit dem erwarteten Wert an, so liegt möglicherweise ein relativer Mangel an Lactase vor. ( Info )
- Der Laktose-H2-Atemtest: hier wird die Ausatemluft auf Wasserstoff ( H2) geprüft. Normalerweise kommt Wasserstoff in der Ausatemluft nicht vor. Wird die Lactose im Darm nicht über die Lactase gespalten, sondern durch Bakterien abgebaut, so fallen Milchsäure, Essigsäure, Kohlendioxid und auch Wasserstoff an. Der Wasserstoff gelangt über den Blutkreislauf in die Lunge und wird dort abgeatmet. Also auch ein indirekter Nachweis von Lactasemangel. Der Test wird meist auch so wie der Lactosetoleranztest durchgeführt.
- Genetischer Test mit Hilfe eines Wangenschleimhautabstriches, dabei wird auf eine Genmutation untersucht, eine Mutation T-13910-C des Lactase-Gens ( Labor )