Die Käseart Einteilung nach § 6 der Käseverordnung
Der § 6 der deutschen Käseverordnung regelt die Einteilung der Käseart nach dem Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse.
Diese zu kennen ist für die Berechnung des echten Fettgehalts eines Käses wichtig. Bei der Berechnung des echten Fettinhalts eines Käses wird allerdings auch vom Reifezustand oder Reifegrad des Käses mitbestimmt. Mit zunehmender Reife wird der Käse wasserärmer. So verschiebt sich das Verhältnis zum Fettgehalt.
Einteilung nach § 6 Käseverordnung Käseart nach Wassergehalt in Prozent :
- Hartkäse unter 56 %
- Schnittkäse zwischen 54 % und 63 %
- Schnittkäse halbfest zwischen 61 % und 69 %
- Sauermilchkäse zwischen 60 % und 73 %
- Weichkäse über 67 %
- Frischkäse über 73 %
Schmelzkäse
Schmelzkäse wird aus verschiedenen Käsensorten hergestellt, verarbeitet wird er dabei in geriebener Form unter Zusatz von Wasser und Schmelzsalzen.
Schmelzsalze sind Lebensmittelzusatzstoffe, deren gesundheitliche Bedenken nicht ausgeräumt sind (E 331, E332, E333, E339, E340, E341, E325, E326 oder E327 um Beispiele zu nennen). Walter Gerber aus der Schweiz war der erste Schmelzkäsemacher im Jahre 1911.
In Deutschland wurde der Schmelzkäse erst 1922 unter der Marke "Adler" eingeführt. Wer kennt nicht die Streich-Käseecken mit vielen Geschmacksrichtungen (Schinken, Kräuter,Pilze usw.), oder die Scheibenkäse.
Gerne wird der Scheiben-Schmelzkäse heute auf Toasts (Hawaitoast) oder auf dem Cheeseburger verwendet, aber auch als Suppen und Soßenzuschlag. Mittlerweile wird Schmelzkäse nicht nur in Käsefabriken hergestellt, sondern auch handwerklich. Sogar Kurse werden hierzu angeboten mit den Themen: Rohware beurteilen, Schmelzsalze auswählen, Schmelzkäse verfeinern. Auch die Bio- und Ökofraktion bietet heute BioSchmelzkäse an, aber natürlich werden hier auch Schmelzsalze verwendet. Die Qualität von Schmelzkäse ist selbstverständlich von den Ausgangsstoffen abhängig.