Entweder holt man sich leckeren Schafkäse vom Wochenmarkt, oder wie ich gestern beim türkischen Fachgeschäft. Für den Käsevorrat gibt es dort in Metallbehältnissen Fetakäse. Ich selbst suche mir meist den 100% aus Schafsmilch Feta. Ich finde, dass der Feta aus Kuhmilch weniger Eigenaroma zeigt und nur der Salzgeschmack durchkommt.
Übrigens hat der Feta-Käse in geschichtlichen Zeiten das wohl erste Mal 1494 nachweislich eine namentliche Erwähnung gefunden. Im Hafen von Chania auf der griechischen Insel Kreta fiel einem italienischem Reisenden Käse, der in Holzfässern gelagert wurde, auf. Prosfatos wurde er genannt von " frisch" kommend. Im Laufe der Zeit hat sich Feta eingebürgert, von " Scheibe ", Käse der in Scheiben geschnitten wurde.
Doch zurück zum Rezept. Zwei Eier aufschlagen und auf einem Teller gut verrühren. Muskatnuss, Pfeffer und edelsüßer Paprika sind neben dem Kräutersalz ideale Gewürze. Sesamkörner und Paniermehl (2/3 zu 1/3) auf einem weiteren Teller mischen. Den Schafskäse, der in kräftige Scheiben geschnitten wurde, zuerst in der Eiermasse und dann in der Paniermasse wenden. Den Vorgang gerne wiederholen, dann hält die Panade besser.
Nun in einem guten Pflanzenöl nicht zu heiss goldgelb herausbacken. Vor dem Servieren das Fett über Krepp-Papier aufsaugen lassen.
Der Feta ist ursprünglich ein griechischer Schafkäse (ev. auch Ziegenkäse) der in einer Salzlake reift, daher ein Salzlakenkäse.
Bis zum 15.10.2007 wurde unter einem "Feta-Käse" häufig auch ein ähnlich dem Fetakäse aussehender und geschmacksähnlicher Käse verstanden, der größtenteils aus Kuhmilch produziert wurde. Mit dem EU-Entscheid darf nun seid dem obigen Datum nur noch direkt in Griechenland hergestellter weißer Käse aus Schafmilch und/oder Ziegenmilch, der in Salzlake gereift wurde, und der auf dem griechischen Festland oder der Insel Lesbos produziert wurde, den Namen FETA führen.
Deutschland und Dänemark hatten auf die erste Veröffentlichung 2002 dagegen Einspruch erhoben. In Deutschland wurde der Begriff Feta oft synonym für Schafkäse und/oder Salzlakenkäse verwandt.
Rechtlich ist nun die Angelegenheit gelöst, da der FETA nun ein geschützter Begriff ist. Nun soll und kann der Verbraucher genauer hinschauen, was im vorgesetzt wird. Einfacher ist es beim Einkauf in einer Verpackung, da kann man sich die Inhaltsstoffe anschauen. Weniger einfach ist es bei Geschäften, wenn der Feta oder ähnliches in der Salzlake liegt, oder, wenn man im Restaurant sich einen griechischen Salat bestellt. Man achte auf Namen wie Käse nach Feta-Art, Balkankäse, Käse nach Balkanart oder weißer Käse. Irreführend wäre in Gaststätten etc. mit Schafskäse oder mit griechischer Käse zu "werben", und es ist doch ein Kuhmilchkäse. Der Begriff Salzlakenkäse klingt ja nicht so schmackhaft.
Wie immer ist es halt eine Frage des Preises. Wer also einen echten Feta bezahlt, der sollte auch einen echten Feta bekommen! Auch für Kuhmilchallergiker ist dies der Schritt in die richtige Richtung.