Käse Anzeigen

Monats-Archive: März 2008

Nach einer aktuellen Meldung "Warnung vor belastetem Frischkäse" in Baden-Württemberg :  <  Mit Bakterien hoch belasteter italienischer Frischkäse ist nach Angaben des Ernährungsministeriums auch nach Baden-Württemberg geliefert worden. Es handele sich um "Ricotta Salata" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 18.8.2008! >  werde  ich auf der www.kaeseplatte.com  etwas Hintergründe zu den Listerien bzw. zur Listeriose ausarbeiten.

Die Listeriose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Der Verursacher ist ein Bakterium aus der Gattung Listeria. Der hier wichtigste Erreger heisst Listeria monocytogenes. Dieser kommt weltweit vor.

Die Listeriose kann sowohl Mensch als auch Tier, insbesondere Wiederkäuer, wie Rind,Schaf und Ziege, treffen. In letzter Zeit stieg die Zahl der Listeriosen als Folge von Lebensmittelinfektionen beim Menschen mit tödlichem Ausgang an. Das Immunsystem gesunder Erwachsener kann die Infektion meist schnell unschädlich machen. Gefährlicher ist die Listeriose für immunabwehrgeschwächte  Personen, für ältere Personen und Neugeborene sowie für Schwangere. Die leichteren Fälle führen zu Durchfall und grippeähnliche Symtomen, allerdings sind auch Blutvergiftung, Meningitis und Enzephalitis, Fehl- ind Frühgeburt in schwereren Fällen möglich.

Eine schnelle Diagnose ist nicht einfach, da die Listeriose keine charakteristischen Symptome zeigt. Der Erregernachweis erfolgt über Bluttests, Stuhltest oder Liquortests. Eine Therapie mit einem entsprechenden Antibiotikums ist nicht in allen Fällen erfolgreich. Seid 2001 ist die Listeriose in Deutschland bei Mensch und Tier meldepflichtig.

Neben den Infektionsquellen kontaminierter Boden spielen rohe Tierprodukte die Hauptrolle, hier werde ich näher auf den Verzehr von Rohmilchprodukten eingehen. Vorbeugend wäre hier ein sachgemässer, sorgfältiger Umgang mit diesen Produkten nötig, eine Pasteurisierung der Milch würde zur Abtötung der Keime führen! Wichtig ist auch eine entsprechende Küchenhygiene! Das Lagern im Kühlschrank ist bei den Listerien kein Schutz, selbst bei 4 Grad Celsius können sich Listerien vermehren.

Gefährdete Personengruppen sollten den Verzehr von Rohmilchprodukte meiden, so wird es aus kompetenten Kreisen empfohlen. Auch auf Meldungen aus dem Ernährungsministerium und sonstigen Institutionen sollte man achten.

Allerdings wollen wir uns Käseliebhabern  den Genuss von Rohmilchprodukte, insbesondere den Rohmilchkäse nicht vermiesen lassen! Nach wie vor ist Rohmilchkäse traditionell in sauberer und ehrlicher Herstellung ein gesundes Lebensmittel und auch Genussmittel.

 

 

 

Gen-Milch

Genmilch war eine neue Wortschöpfung von Greenpeace. Schon 2004 fand Greenpeace  in Futtermittel-Stichproben bei vier Höfen, die die Firma Müllermilch beliefern, einen größeren Anteil genmanipulierter Soja und ab diesem Zeitpunkt läuft diese Kampagne.

 

Anfänglich hatte die Molkerei Alois Müller bestritten, die Milch von Kühen, die genmanipuliertes Futter erhielten, zu verwenden. Streitpunkt war auch, ob man Milch als Gen-Milch bezeichnen darf. Nun hat aktuell der Bundesgerichtshof in Karlsruhe  entschieden, dass laut Gerichtsurteil Milch von Kühen, die gentechnisch verändertes Futter fressen, als "Gen-Milch" bezeichnen werden darf. Die Unternehmensgruppe Müller sagte dazu, dass die Verwendung von gentechnisch verändertem Futter  bei den meisten Milchproduzenten "mittlerweile längst Realität" ist.

Es sei, so wird behauptet, gesichert, dass die Verwendung von genmanipuliertem Futter  "keinerlei Auswirkungen auf die Milch hat". Diese Milch sei ungefährlich, und alle Kennzeichnungsbestimmungen würden im übrigen "strikt eingehalten". Das abschliessende Urteil lautet:   Die Bezeichnung "Gen-Milch" sei durch das Grundrecht der Meinungsfreiheit geschützt. Dabei sei  es "unerheblich, ob sich die betroffene Milch in ihrer Beschaffenheit von Milch unterscheidet, bei deren Herstellungsprozess auf den Einsatz von Verfahren der gentechnischen Veränderung verzichtet wurde.

Der Begriff "Gen-Milch" bringe "plakativ und schlagwortartig" die Ablehnung von Greenpeace gegenüber dem Einsatz von gv-Futtermitteln zum Ausdruck und müsse daher von Müller-Milch hingenommen werden, so bei TransGen nachzulesen. Dort gibt es auch weiterführendes zu lesen.Auch beim Gen-Milch-Pingpong findet sich einiges. Einer Sache will ich noch hinterher recherchieren, so war in einigen Artikeln zu lesen, dass tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier, deren Erzeugertiere gentechnisch manipuliertes Futter bekommen,  nicht gekennzeichnet werden müssen ?? Wie soll dann der Verbraucher wählen können ?